SR 632.319

Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Freihandelspartnern (ausgenommen EU- und EFTA-Mitgliedstaaten) (Freihandelsverordnung 2)

vom 27. June 1995
(Stand am 01.10.2025)

632.319

Verordnung über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Freihandelspartnern (ausgenommen EU- und EFTA-Mitgliedstaaten)

(Freihandelsverordnung 2)Fassung gemäss Art. 8 der Freihandelsverordnung 1 vom 18. Juni 2008, in Kraft seit 1. Aug. 2008 ( AS 2008 3519 ).

vom 27. Juni 1995 (Stand am 1. Oktober 2025)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf Artikel 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982[*] über
aussenwirtschaftliche Massnahmen,
auf Artikel 130 des Zollgesetzes vom 18. März 2005[*] und
auf die Artikel 4 und 10 des Zolltarifgesetzes vom 9. Oktober 1986[*]
sowie in Ausführung der in Anhang 1 aufgeführten Bestimmungen der Abkommen und Vereinbarungen in Form von Briefwechseln,[*]

verordnet:

Art. 1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 11. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 ( AS 2010 2669 ), seit 1. Okt. 2010 für Serbien ( AS 2010 4095 ), seit 1. Nov. 2010 für Albanien ( AS 2010 4609 ) und seit 1. Juli 2014 für die Mitgliedstaaten des GCC ( AS 2014 1463 ). Einfuhrzölle [*]

1 Die Präferenzbehandlung im Sinne der in Anhang 1 genannten Abkommen und Vereinbarungen wird wie folgt gewährt:

  1. a. Fassung gemäss Ziff. I der V vom 3. Sept. 2025, in Kraft seit 1. Okt. 2025, mit Ausnahme von Guatemala ( AS 2025 553 ; 2020 4191 ). Für die in Anhang 2 genannten Waren aus der Türkei (TR), Israel (IL), den Färöern (FO), Marokko (MA), der Westbank und dem Gazastreifen (PS), Mazedonien (MK), Mexiko (MX), Jordanien (JO), Singapur (SG), Chile (CL), Tunesien (TN), Libanon (LB), der Republik Korea (KR), den Mitgliedstaaten der Südafrikanischen Zollunion (SACU)Botswana, Eswatini, Lesotho, Namibia, Südafrika., Ägypten (EG), Kanada (CA), Japan (JP), den Mitgliedstaaten des Kooperationsrates der Arabischen Golfstaaten (GCC)Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate., Kolumbien (CO), Albanien (AL), Serbien (RS), Peru (PE), der Ukraine (UA), Montenegro (ME), Hongkong, China (HK), Bosnien und Herzegowina (BA), China (CN), den zentralamerikanischen Staaten (CAS; abgeschlossen mit Costa Rica [CR], Panama [PA] und Guatemala [GT]), Georgien (GE), den Philippinen (PH), Ecuador (EC), Indonesien (ID), Moldau (MD) sowie Indien (IN) gelten die dort aufgeführten Zollansätze.
  2. b. Fassung gemäss Ziff. I der V vom 3. Sept. 2025, in Kraft seit 1. Okt. 2025, mit Ausnahme von Guatemala ( AS 2025 553 ; 2020 4191 ). Für die in Anhang 3 genannten Waren aus Kolumbien (CO), Peru (PE), Guatemala (GT), den Philippinen (PH), Ecuador (EC) und Indien (IN) gelten zusätzlich die dort aufgeführten Zollansätze.
  3. c. Für die in Anhang 4 genannten Agrarprodukte und andere Waren zu Futterzwecken aus Lesotho gelten die dort aufgeführten Zollansätze.
  4. d. Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Febr. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2021 ( AS 2020 6433 ). Für Waren aus dem Vereinigten Königreich gilt die in Anhang 6 aufgeführte Präferenzbehandlung.

2  Für Erzeugnisse aus Landwirtschaftsprodukten, die in den Anhängen 2 und 3 mit dem Vermerk «bT» gekennzeichnet sind, gelten die vom Eidgenössischen Finanzdepartement gestützt auf Artikel 3 der Verordnung vom 23. November 2011[*] über die Industrieschutzelemente und die beweglichen Teilbeträge bei der Einfuhr von Erzeugnissen aus Landwirtschaftsprodukten festgelegten Zollansätze.[*]

Art. 1 a Eingefügt durch Ziff. I der V vom 22. Aug. 2001, in Kraft seit 1. Okt. 2001 ( AS 2001 2130 ). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 2. April 2008 ( AS 2008 1661 ). Zollkontingente [*]

1  Waren, für die beschränkte präferenzielle Einfuhrmengen (Zollkontingente) gelten, sind mit den betreffenden Mengen in Anhang 2 beziehungsweise für das Vereinigte Königreich in Anhang 6 festgele.[*]

2  Die Zollanmeldung von Waren im Rahmen der Zollkontingente hat mittels elektronischer Datenverarbeitung zu erfolgen. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG)[*] kann im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Landwirtschaft Ausnahmen, wie bei Kleinsendungen und gelegentlichen Einfuhren, von der elektronischen Zollanmeldung gestatten.

3  Für Einfuhren im Rahmen der Zollkontingente wird der Präferenz-Zollansatz nach Anhang 2 beziehungsweise 6 in der Reihenfolge der Annahme der Einfuhrzollanmeldungen gewährt, bis das entsprechende Kontingent ausgeschöpft ist. Vorbehalten bleiben besondere Bestimmungen nach der Agrareinfuhrverordnung vom 26. Oktober 2011[*] (AEV) und den entsprechenden Marktordnungen der Landwirtschaftsgesetzgebung.[*]

4  Sind besondere Bestimmungen nach Absatz 3 anwendbar, so werden Zollkontingentsanteile im Rahmen der Zollkontingente nur zugeteilt, wenn ein Zollkontingentsanteil nach der AEV und den entsprechenden Marktordnungen der Landwirtschaftsgesetzgebung zugeteilt worden ist.

5  Bei Ausschöpfung eines Zollkontingents nach der AEV gestattet das Bundesamt für Landwirtschaft die Einfuhr zum Präferenz-Zollansatz nach Anhang 2 beziehungsweise 6, sofern vertragliche Verpflichtungen dies vorsehen, bis das entsprechende Zollkontingent ebenfalls ausgeschöpft ist.[*]

6  Das BAZG veröffentlicht den Stand der Ausschöpfung der Zollkontingente periodisch auf elektronischem Weg.

Art. 2 und 3 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 7. März 2014, mit Wirkung seit 1. April 2014 ( AS 2014 605 ). [*]
Art. 4 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 4. Juli 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 ( AS 2007 3483 ). Ursprungsbestimmungen [*]

Die Zollansätze nach den Anhängen dieser Verordnung sind nur auf Waren anwendbar, die den Ursprungsbedingungen der in Anhang 1 genannten Abkommen und Vereinbarungen entsprechen.

Art. 4 a Eingefügt durch Ziff. III 1 der V vom 18. Aug. 2004 ( AS 2004 4599 ). Fassung gemäss Anhang 4 Ziff. 20 der Zollverordnung vom 1. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Mai 2007 ( AS 2007 1469 ). Zollpräferenzen für Waren je nach Verwendungszweck [*]

Ist die Gewährung von Zollpräferenzen von einem bestimmten Verwendungszweck der Ware abhängig, so sind die Bestimmungen der Artikel 50–54 der Zollverordnung vom 1. November 2006[*] anwendbar.

Art. 5 Änderung dieser Verordnung

Die Anhänge können vom Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung geändert werden, soweit sich die entsprechende Zuständigkeit aus Gesetz oder besonderer Verordnung ergibt.

Art. 6 Aufhebung bisherigen Rechts

Es werden aufgehoben:

  1. a. die Verordnung vom 25. März 1992[*] über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit der Türkei;
  2. b. die Verordnung vom 24. Juni 1992[*] über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik;
  3. c. die Verordnung vom 14. Dezember 1992[*] über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Israel;
  4. d. die Verordnung vom 31. März 1993[*] über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit den Baltischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen);
  5. e. die Verordnung vom 26. April 1993[*] über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Rumänien;
  6. f. die Verordnung vom 14. Juni 1993[*] über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Bulgarien;
  7. g. die Verordnung vom 30. September 1993[*] über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Ungarn;
  8. h. die Verordnung vom 12. November 1993[*] über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Polen;
  9. i. die Verordnung vom 14. März 1994[*] über die Zollansätze für Waren aus den Färöer-Inseln.
Art. 7 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. Juli 1995 in Kraft.